Traumkirche - Thema begeisterte Frauen
Er begann die Frauen in das Thema einzuführen mit dem Satz:
„Wenn ich Kirche höre, denke ich an ...,
dann fällt mir ein …,
und mir kommt in den Sinn….
Im gemeinsamen Gespräch hat man festgestellt, dass Kirche nicht nur aus dem „Gebäude“ besteht, sondern dass in der Kirche mehr statt findet. Die Kirche ist ein Ort des Gottesdienstes, ein Ort des Liebesdienstes
(Diakonie) und ein Ort des Glaubenszeugnisses. An diesem Abend wurden auch ganz alltägliche Fragen beantwortet wie z. B. muss ich mein Alter beim Beichten sagen und warum? Dabei ging Christoph Wittmann auf die Beicht ein. Er erklärte, dass die Beichte das Heil in der Wurzel ist, und dass Heilung nur dann beginnt wenn man die Ursache erkannt hat. Der Pfarrer ist dazu da, dass der Beichtende wieder aufgerichtet wird, damit die Heilung beginnen kann. Ein Gesprächsthema war auch Geschiedene - Wiederverheiratete und ob diese die Kommunion empfangen dürfen. So verging der Abend sehr schnell, weil auch alle teilnehmenden Frauen Erfahrungen aus ihrem Leben berichten konnten.
Am Samstag gab es die Gelegenheit als Tagesgast zu der Gruppe zu stoßen. So kamen zu den 16 Frauen die das gesamte Wochenende im Kloster verbrachten noch einmal 8 interessierte Kolpingschwestern um 9.00 Uhr als Tagesgast an. An diesem Vormittag war Abt Beda vom Kloster Plankstetten zu Gast zu diesem Thema. Er führte die Gruppe zu dem Thema hin, indem er erklärte, dass es in der Bibel für die „Kirche“ sehr viele Bilder gibt z. B. Herde, Garten und Pflanzung, Familie, Bauwerk, Acker, Weingarten, Tempel, Stadt und viele mehr.
Abt Beda lies den Frauen Fragen beantworten zu verschiedenen Körpergliedern: Den Kopf, die Ohren, die Nase, die Füße, die Hände und die Augen. Es wurde z. B. Fragen gestellt wie: Wann haben sie das letzte Mal kopflos reagiert?; Überlegen sie, was sie alles an den Füßen tragen können?; oder welches Geräusch hat für sie eine besondere Botschaft? In einer Gruppenarbeit wurden alle Antworten zusammengefasst und dann in der Großen Gruppe vorgestellt. Dabei kam heraus, dass der Körper alle Glieder haben muss, dass sie nicht ohne einander können und dass ein Glied alleine nicht überleben kann. Das war das bildliche Beispiel vom Leib als Kirche. Dies steht schon in der Bibel 1 Kor. 12,12 -31 Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus (der Kirche). Wir ALLE sind die Glieder an dem Leib Kirche. Die verschiedenen Glieder mit ihren verschiedenen Verhaltensweisen und Ansichten mit unterschiedlichen Reaktionen und Bewegungen. All diese Glieder machen den Leib Kirche lebendig. Aber wenn ein Organ ausfällt, dann werden die anderen mehr belastet. In der Kirche sollten möglichst viele (alle) Glieder funktionieren, so lebt die Kirche von ihrer Vielfalt. Jeder Einzelne wird gebraucht und jeder ist gleich. Es ist aber nicht gleich nichts zu tun, denn man muss und soll etwas tun, sonst kann sich die Kirche nicht mehr bewegen (dies ist so wie bei den Menschen; wer rastet der rostet). Jetzt verstanden auch die Frauen die Fragen von den einzelnen Körpergliedern.
Am Nachmittag gab es verschiedene Work-Shop-Gruppen. In der einen Gruppe wagte man sich an das trommeln mit Dorothea Ertel aus Herrieden, das hatte letztes Jahr so viel Spaß gemacht, dass es die Kolpingfrauen wieder machen wollten. Die zweite Gruppe wagte sich mit einem kleinen Ratespiel an unser neues Gotteslob, damit wir dies besser kennen lernen. Eine dritte Gruppe setzte sich mit den „15 Krankheiten der Kurie“ auseinander die Papst Franziskus an Weihnachten uns sagte.
Es wurde den Frauen immer Gelegenheit geboten sich an den Gebetszeiten im Kloster zu beteiligen, am Morgen zur Vigil oder zur Laudes, mittags zur Mittagshore, oder am Abend zur Vesper, danach wurde das Programm ausgerichtet.
Nach dem Abendessen am Samstag wurden die Tagesgäste wieder verabschiedet und die Wochenendteilnehmer machten sich anhand von Kolping-Zitaten ein Bild wie die Kirche zu Zeiten Kolpings da stand und was der Traum einer Kirche vor 180 Jahren war.
Am Sonntag wurde noch einmal Rückblick auf das Wochenende gehalten und Wünsche und Anregungen für den Diözesanverband mit nach Hause genommen. Nach dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch und dem Mittagessen trennten sich die Wege der Frauen wieder.
F. d. B.
Petra Rank
