Papst Franziskus, die Wirtschaft und der „Geruch der Schafe“ - Erkundungen aus der Arbeitswelt

Kamingespräch zur Arbeitnehmerpastoral mit Manfred Böhm am Mittwoch, 11.03.2015 in Eichstätt

In seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ überrascht Papst Franziskus viele Zeitgenossen mit deutlichen Worten zum derzeitigen Weltwirtschaftssystem. Seine Äußerungen etwa über die „Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht“, den „Fetischismus des Geldes“ oder die „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ lassen an Klarheit nichts zu wünschen übrig. Er hat sich dafür breite Kritik zugezogen, vor allem aus wirtschaftsliberalen Kreisen.

Und doch stehen seine Äußerungen in der Tradition kapitalismuskritischer Verlautbarungen der Katholischen Soziallehre besonders seit dem II. Vatikanischen Konzil.

Wie sieht die Arbeitswelt aus, die der Papst ins Visier nimmt? Leistungsverdichtung, Erosion der Arbeitszeit und Niedriglöhne sind weitverbreitete Phänomene, die gesundheitliche Beeinträchtigungen, Verunsicherungen und Versagensängste bei den Arbeitnehmer/innen nach sich ziehen. Der kirchlichen Pastoral dürfen diese Entwicklungen nicht gleichgültig sein. Denn wenn wir die Belange der Menschen nicht mehr treffen, werden wir belanglos.

Als Gast wird Manfred Böhm, Leiter der Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum Bamberg, referieren.

Beginn ist am Mittwoch, 11.03.2015 um 18 Uhr im Kolpinghaus Eichstätt.

 

 

06.03.2015