Seniorenfahrt mit breit gefächertem Bildungsprogramm
Ausgangspunkt für die Unternehmungen war das Bildungsgut St. Benno (St. Benno-Haus) der Diözese Dresden-Meißen in Schmochtitz bei Bautzen.
Nachdem alle Reiseteilnehmer von Monheim bis Berg zugestiegen waren, ging es auf der A9 Richtung Mödlareuth bei Hof. An der Raststätte Fränkische Schweiz bot eine vom Busunternehmen vorbereitetes mundgerechtes Frühstück nicht nur Gelegenheit zu einer ersten Sättigung, sondern auch zu einem ersten Kennenlernen, soweit sich die Reisegruppe nicht ohnehin schon kannte. Mödlareuth ist bekannt auch als „Little Berlin“, weil eine 700 m lange Mauer durch den Ort ging und Deutsche von Deutschen bis zum Fall der Mauer 1990 trennte. Dort besichtigte die Reisegruppe die Ausstellung im neuen Museumsgebäude des Deutsch-Deutschen Museum, das am 9. November 2025 eingeweiht worden ist. In einem Film wurde über die Entstehung der innerdeutschen Grenze, der Ausbau der Grenzsicherungsanlagen der DDR und das Leben an und mit der Grenze, die in Mödlareuth das Dorf in eine bayerische und eine thüringische Seite teilt, informiert. Beim anschließenden Gang durch das Freigelände konnten sich alle einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlage mit Originalgrenzsicherungseinrichtungen verschaffen. Am späten Nachmittag in Schmochtitz angekommen feierte die Reisegruppe vor dem Abendessen mit dem Diözesanpräses die Hl. Messe in der St. Benno-Kirche des Bildungsgutes. Am nächsten Tag stand eine Panorama-Rundfahrt durch die Sächsische Schweiz/Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Nachdem der Reiseführer für diesen Tag zugestiegen war, ging es zuerst zur Bastei. Dort waren alle von dem herrlichen Ausblick in das Tal der Elbe und auf die imposanten Felsformationen des Elbsandsteingebirges beeindruckt. Während der Fahrt über die Puppenspielerstadt Hohnstein, Bad Schandau, in das Kirnitzschtal und schließlich zur Festung Königstein gab er vielfältige Informationen zur Sächsischen Schweiz. Von der gewaltigen Festung Königstein mit ihren Festungsbauten bot sich nochmal ein herrlicher Blick in das Tal der Elbe und das Elbsandsteingebirge. Am dritten Tag führte der Weg nach Osten an die deutsch-polnische Grenze. Nach einer Stadtführung in der sehr schönen historischen Altstadt von Görlitz, einer reichen Handelsstadt an der Via Regia, ging es der Neiße entlang zum Zisterzienserinnenkloster Marienthal, das seit fast 800 Jahren ununterbrochen besteht. Die Schwestern M. Magdalena und M. Luitgardis führten durch Teile der großen Klosteranlage, zudem stellten sie diese an einem Modell vor und gaben Einblick in das Leben als Zisterzienserin und die Situation des Klosters heute. Höhepunkt des Tages war die Feier der Hl. Messe in der Klosterkirche, die komplett im Nazarenerstil ausgestaltet ist.
Am Vormittag des vierten Tages gab es eine Führung durch die historische Altstadt der „Senfstadt“ Bautzen. Bemerkenswert ist, dass der Bautzener Dom St. Petri bereits seit 1524 als Simultankirche genutzt wird: die hintere Hälfte ist protestantisch, die vordere mit dem Hochaltar katholisch. Bautzen ist zudem das Zentrum der Sorben, einer deutschen Volksgruppe mit slawischer Sprache und eigener Kultur, auch „Wenden“ genannt. Nach der Mittagspause standen Führung und Besichtigung des Sorbischen Museums auf dem Programm. Die beiden Führerinnen gaben dabei interessante Einblicke in die Kultur, Bräuche und das Leben als Sorben heute. Mit einem Sorbischen Hochzeitsessen fand dieser Tag seinen Abschluss im St. Benno-Haus. Die Abende klangen jeweils in froher Runde bei Gespräch, Gesang und Spiel aus. Die Fahrten starteten täglich mit einem Morgenimpuls im Bus. Auf der Rückfahrt war noch die Porzellanstadt Meißen das Ziel. In der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen gab es bei der Führung durch die Schauwerkstatt Informationen zur Herstellung von Porzellan und im Shop und Museum eine Vielzahl von Kunstwerken und Produkten aus Porzellan zu bestaunen. Die anschließende Zeit zur freien Verfügung nutze ein Teil zur Besichtigung des Domberges und des Doms und ein Teil zu einem Gang durch die Altstadt, bevor endgültig die Heimreise angetreten wurden. Mit einem Abendessen in Himmelkron fand das Reiseprogramm seinen Abschluss. Die Bildungsreise fand bei bestem Reisewetter statt und war für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis. Dem neuen Reiseleitungsteam Elisabeth Goth und Peter Leis (beide KF Herrieden) und Diözesanpräses Monsignore Dr. Stefan Killermann als geistlichen Begleiter ist damit nach dem Urteil der Reiseteilnehmer ein sehr guter Einstand gelungen.
Bericht/Fotos: Peter Leis, Lissy Goth







